Europaschule: Einführung eines Kollektivvertrags, Luxus oder Notwendigkeit?

Diese Frage wurde mir kürzlich mit Bezug auf die Einführung eines Kollektivvertrags für die Arbeitnehmer (mit Privatbeamtenstatut) der Europaschule gestellt ! Wieso benötigt die Europaschule einen Kollektivvertrag ? Dort arbeiten schließlich gut bezahlte und abgesicherte Funktionäre der Europäischen Kommission !

Hier musste ich dann richtigstellen, dass die Professoren in der Tat von ihrem Heimatland freigestellt sind und unter Funktionärsstatut stehen, um aber das gute Funktionieren dieser Schule zu gewährleisten, gibt es doch noch ca. 120 Personen, die einen Arbeitsvertrag privaten luxemburgischen Rechts haben. Hierbei handelt es sich um die Arbeitnehmer im administrativen und technischen Bereich, sowie das Ersatzpersonal der Professoren.

Auch wenn vor einiger Zeit noch ein Arbeitsplatz bei der Europäischen Kommission eine sichere Zukunft bedeutete, so können wir dies heute leider nicht mehr bestätigen.

Privatisierung der Dienstleistung und Anpassung der Gehälter entsprechen auch der täglichen Realität, mit der sich die Arbeitnehmer konfrontiert sehen. Die Europaschule in Luxemburg entgeht leider auch nicht der ständig sich liberalisierenden Politik Brüssels.

Die Einführung eines Kollektivvertrags und die einhergehende Mobilisierung und Solidarität werden es erlauben die sozialen Errungenschaften der Arbeitnehmer der Europaschule zu schützen gegen die bedingslosen Sparmaßnahmen der europäischen Politik.

Was ist Ihre Meinung dazu ?

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