Protestmeeting „Plan social Hëllef Doheem“: Rede des LCGB

Am 4. Juni kamen die Gewerkschaften LCGB und OGBL gemeinsam mit den Mitarbeitern der Stëftung Hëllef Doheem zu einer Protestkundgebung in Esch/Alzette zusammen. Sie prangerten die Vorgehensweise der Direktion an, die zu der Ankündigung eines Sozialplanes am 29. Mai 2015 führte.

Der LCGB zeigte sich entsetzt über die fortwährende Verweigerung eines konstruktiven Dialoges mit den Gewerkschaften seitens der Direktion von Hëllef Doheem. Der LCGB unterstrich erneut, dass keine Entlassungen und keinen bereits fertig ausgearbeiteten Sozialplan akzeptiert werden kann. Die verantwortungslose Haltung der Direktion, welche sich lediglich auf die Vorschriften des Arbeitsrechtes beschränkt, und keine Lösungen zum Erhalt der Existenz ihrer Mitarbeiter sucht, kann vom LCGB so nicht hingenommen werden.

Gemeinsam mit hunderten, schlecht von ihrer Direktion informierten und um ihre Zukunft bangenden Mitarbeiter von Hëllef Doheem, hat der LCGB erneut Informationen seitens der Stiftung zur derer Finanzlage und Geschäftsführung verlangt. Der LCGB ruft die Direktion dazu auf, sich weder hinter den Sparmaßnahmen der Regierung noch hinter der noch nicht umgesetzten oder komplett ausgearbeiteten Reform der Pflegeversicherung zu verstecken.

Im Hinblick auf das heutige Treffen der Gewerkschaften mit der Direktion, fordert der LCGB ein Umdenken zu Gunsten eines konstruktiven Dialoges und im besten Interesse der Hëllef Doheem Mitarbeiter.

LCGB Rede Protestkundgebung Hëllef Doheem

1. Mai-Rede 2015 des LCGB: Für eine Politik im Interesse des Arbeitnehmers

Am 1. Mai 2015 hat der LCGB in Bettemburg seine traditionelle Feier zum Tag der Arbeit veranstaltet. 700 Mitglieder, Delegierte, Militanten und Sympathisanten des LCGB nahmen an dieser Manifestation teil.

In seiner Rede zum 1. Mai hat LCGB-Nationalpräsident Patrick DURY die Regierungspolitik, welche sehr stark von bestimmten Interessenvertretungen unterminiert ist, angeprangert. Der LCGB fordert die Regierung deutlich dazu auf, die Interessen der Arbeitnehmer zu verteidigen, da diese bis dato für die Krise zahlen mussten, u.a. durch eine konstante Steigerung der Arbeitslosigkeit und eine Stagnation der Kaufkraft. Es sind jedoch die Arbeitnehmer des Privatsektors, die den Wohlstand des Landes schaffen. Luxemburg benötigt deshalb einen Kräfteausgleich im Sinne der Arbeitnehmer des Privatsektors.

An erster Stelle muss die Regierung aktiver gegen die Arbeitslosigkeit vorgehen. Der LCGB erwartet außerdem, dass die Regierung den Diskussionen rund um eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ein rasches Ende setzt. Der LCGB fordert darüber hinaus, dass die von der Regierung vorgeschlagenen Lösungen im Bereich der 52-Krankenwochen und der integralen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall schnell umgesetzt werden. Abschließend spricht der LCGB sich für das Wahlrecht aller Einwohner aus, befürchtet aber, dass das Referendum zu dieser Frage eher zu einem Aufstieg von Extremisten und Populisten jeglicher Herkunft führt.

Ansprache des LCGB-Nationalpräsidenten (in Luxemburger Sprache)