1. Mai-Rede 2015 des LCGB: Für eine Politik im Interesse des Arbeitnehmers

Am 1. Mai 2015 hat der LCGB in Bettemburg seine traditionelle Feier zum Tag der Arbeit veranstaltet. 700 Mitglieder, Delegierte, Militanten und Sympathisanten des LCGB nahmen an dieser Manifestation teil.

In seiner Rede zum 1. Mai hat LCGB-Nationalpräsident Patrick DURY die Regierungspolitik, welche sehr stark von bestimmten Interessenvertretungen unterminiert ist, angeprangert. Der LCGB fordert die Regierung deutlich dazu auf, die Interessen der Arbeitnehmer zu verteidigen, da diese bis dato für die Krise zahlen mussten, u.a. durch eine konstante Steigerung der Arbeitslosigkeit und eine Stagnation der Kaufkraft. Es sind jedoch die Arbeitnehmer des Privatsektors, die den Wohlstand des Landes schaffen. Luxemburg benötigt deshalb einen Kräfteausgleich im Sinne der Arbeitnehmer des Privatsektors.

An erster Stelle muss die Regierung aktiver gegen die Arbeitslosigkeit vorgehen. Der LCGB erwartet außerdem, dass die Regierung den Diskussionen rund um eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ein rasches Ende setzt. Der LCGB fordert darüber hinaus, dass die von der Regierung vorgeschlagenen Lösungen im Bereich der 52-Krankenwochen und der integralen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall schnell umgesetzt werden. Abschließend spricht der LCGB sich für das Wahlrecht aller Einwohner aus, befürchtet aber, dass das Referendum zu dieser Frage eher zu einem Aufstieg von Extremisten und Populisten jeglicher Herkunft führt.

Ansprache des LCGB-Nationalpräsidenten (in Luxemburger Sprache)

1. Mai-Rede 2014 des LCGB: Keine weiteren Belastungen für die Arbeitnehmer des Privatsektors!

Am 1. Mai 2014 hat der LCGB in Luxemburg-Stadt seine traditionnelle Feier zum Tag der Arbeit veranstaltet. 1.000 Mitglieder, Delegierte, Militanten und Sympathisanten des LCGB waren an diesem Tag in der Luxemburger Hauptstadt anwesend.

In seiner Rede zum 1. Mai hat LCGB-Nationalpräsident Patrick Dury eine Bilanz der Krise welche Luxemburg momentan durchläuft gezogen. Das Verschminden des Bankgeheimnisses und das Wegfallen der Einnahmen auf den E-Commerce werden die finanziellen Schwierigkeiten des Staats noch weiter verschlimmern, da dieser bereits zum jetzigen Zeitpunkt bis 2018 1 Milliard € einsparen muss, um den Staatshaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Hier treffen die ersten von der Regierung getroffenen Sparmassnahmen einzig und allein die Arbeitnehmer: Kürzung der Studienbeihilfen und Anhebung der Mehrwertsteuer für 2015. Und dies obwohl die Arbeitnehmer sich zusehends mit existenziellen Schwierigkeiten konfrontiert sehen, da die Arbeitslosigkeit weiterhin steigt und die Kollektivvertragspolitik in den Unternehmen ins Stocken gekommen ist.

Angesichts dieser Tatsachen wird die Einberufung einer neuen nationale Tripartite immer dringender: Damit die Staatsfinanzen wieder ins Gleichgewicht gebracht und die steigende Arbeitslosigkeit bekämpft werdden können, setzt der LCGB sich dafür ein, dass in einer nationalen Tripartite im Konsens Entscheidungen getroffen werden. Der LCGB kann sich nicht mit jeglicher zusätzlichen Belastung, die ausschließlich die Arbeitnehmer des Privatsektors trifft, einverstanden erklären.

Ansprache des LCGB-Nationalpräsidenten Patrick DURY (in Luxemburger Sprache)

Kollektivvertrag für das Baugewerbe: Der LCGB adressiert einen offenen Brief an die Arbeitgeberverbände und organisiert am 5. Juli um 19 Uhr in Kehlen eine Protestveranstaltung

Am 2. Juli 2013 hat der LCGB eine Pressekonferenz zum Thema Kollektivvertragsverhandlungen im Baugewerbe veranstaltet. Die Kollektivvertragsverhandlungen laufen seit 2009 und mittlerweile wurde das Nationale Schlichtungsamt eingeschaltet; hier fand bis dato nur eine einzige Sitzung im März 2013 statt.

Der sektorielle Kollektivvertrag im Baugewerbe ist einer der letzten Kollektivverträge, die noch im Bausektor und Handwerk bestehen. Er bietet viele Vorteile sowohl für die Arbeitnehmer (bessere Arbeits- und Lohnbedingungen als die vom Arbeitsrecht festgesetzten Normen) als auch für die Unternehmen (Schutz der Luxemburger Betriebe gegen Dumpingsituationen durch ausländische Unternehmen, die in Luxemburg Arbeiten verrichten).

Ein Ende des Kollektivvertrags im Baugewerbe ist kurzfristig mit einer Infragestellung der Existenz der Arbeitnehmer und längerfristig eine Gefährdung des Überlebens der Luxemburger Unternehmen.

Damit ein sozialer Vollschaden im Bau vehindert werden kann, hat der LCGB am 1. Juli 2013 einen offenen Brief an die Präsidenten der Arbeitgeberverbände im Bausektor adressiert. In diesem offenen Brief streicht der LCGB hervor, dass er weiterhin unter zwei Bedingungen zu Verhandlungen bereit ist:

  1. Der Erhalt der momentan gültigen Schlechtwetterregelung;
  2. Eine erhebliche Lohnaufbesserung für die Arbeitnehmer (mindestens 1,5 % für die Jahre 2013-2015 mit einer Aufbesserung der Jahresendprämie von 1 % und dem Ausbezahlen einer einmaligen Prämie von 300 €).

Im Gegenzug schlägt der LCGB mehrere Pisten für eine verbesserte Regelung der bestehenden Arbeitszeit (Arbeitswoche von 40 Stunden mit einem Maximum vun 48 Stunden pro Woche). Diese Vorschläge könnten es ermöglichen die Situation zu entschärfen und ein Abkommen zwischen Sozialpartnern zu finden. Deshalb fordert der LCGB die Arbeitgeber dazu auf wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, da es immer noch genügend Gesprächsstoff gibt.

Der LCGB wird auf keinen Fall akzeptieren, dass der sektorielle Kollektivvertrag im Baugewerbe verloren geht. Nur im Falle der Aussprechung einer Nichteinigug bleibt den Arbeitnehmer nur noch als einzige Möglichkeit die Verteidigung ihrer Rechte und Errungenschaften mittels gewerkschaftlichen Aktionen bis hin zum Streik.

1.Mai 2012-Ansprache in Wasserbillig: Mehr soziale Absicherung für den Privatsektor

Am 1. Mai 2013 hat der LCGB in Zolver seine traditionnelle Feier zum Tag der Arbeit veranstaltet. 1.350 Mitglieder, Delegierte, Militanten und Sympathisanten des LCGB waren an diesem Tag in Zolver anwesend.

In seiner Rede zum 1. Mai hat LCGB-Nationalpräsident Patrick Dury hervorgehoben, dass die Arbeitnehmer des Privatsektors angesichts der Krise mehr soziale Absicherung benötigen. Angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit müssen neue Konzepte ausgearbeitet werden, welche die Lebensqualität jener Menschen, die ihre Arbeit verlieren, absichert. Gleichermassen muss die Reform des Sekundarunterrichts garantieren, dass alle Jugendliche bestmöglich auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet werden.

Damit es zu mehr sozialer Absicherung kommt, müssen aber auch die Sozialpartner zuerst wieder gemeinsam Kollektivverträge verhandeln können. Abschliessend fordert der LCGB die Einberufung einer neuen Tripartiterunde, die als Ziel haben soll sozial gerechte Lösungen für eine Wiederherstellung des staatlichen Haushaltsgleichgewichts zu finden.

1. Mai-Rede 2013 (in luxemburgischer Sprache)